Vom Worte Gottes

C. Bach

Gott ist mein Hort,

und auf sein Wort

soll meine Seele trauen!

Ich wandle hier,

mein Gott, vor dir

im Glauben, nicht im Schauen.

Dein Wort ist wahr,

lass immerdar

mich seine Kräfte schmecken!

Lass keinen Spott,

o Herr, mein Gott,

mich von dem Glauben schrecken.

Wo hätt ich Licht,

wofern mich nicht

dein Wort die Wahrheit lehrte?

Gott, ohne sie

verstünd ich nie,

wie ich dich würdig ehrte.

Dein Wort erklärt

der Seele Wert,

Unsterblichkeit und Leben.

Zur Ewigkeit

ist diese Zeit

von dir mir übergeben.

Dein ew'ger Rat,

die Missetat

der Sünder zu versühnen,

den kennt ich nicht,

wär mir dies Licht

nicht durch dein Wort erschienen.

Nun darf mein Herz

in Reu und Schmerz

der Sünden nicht verzagen.

Nein, du verzeihst,

lehrst meinen Geist

ein freudig Abba sagen.

Mich zu erneun,

mich dir zu weihn,

ist meines Heils Geschäfte.

Durch meine Müh

vermag ich's nie,

dein Wort gibt mir die Kräfte.

Herr, unser Hort,

lass uns dies Wort,

denn du hast's uns gegeben.

Es sei mein Teil,

es sei mir Heil

und Kraft zum ew'gen Leben!