Die Rose der Werderau

C. Baum

Und gehe zwei Tag so schnell zu Grab,

Als wie zwei Thräne die Wang' hinab,

Und ist meines Bleibens nicht mehr allhier,

Und bist Du so gram und so böse mir:

Ich hang' an Dir!

Ich hang' an Dir, wie ein Tröpflein Thau

An der rothen Rose der Werderau.

Und schleichen die Jahr' in dem fremden Land

Dahin, wie Schlangen im trocknen Sand,

Und darf ich auch nimmer zurück zu Dir,

Weil Du so gram und so böse mir:

Ich hang' an Dir!

Ich hang' an Dir, wie ein Tröpflein Thau

An der rothen Rose der Werderau.

Und ist ein Leben so öd' und weit,

Als Lüneburgens erstorb'ne Heid',

Und soll ich in Liebe vergehn nach Dir,

Weil Du so gram und so böse mir:

Ich hang' an Dir!

Ich hang' an Dir, wie ein Tröpflein Thau

An der rothen Rose der Werderau.