Auf, Brüder, auf

C. Bellmann

Auf, Brüder, auf zur kühnen Schlacht!

Wir Deutsche fürchten nicht

Den Kampf, wenn er auch grimm erwacht --

Das Schwert sein Dräuen bricht.

Mag immerhin das feige Blut

Auf seinem Lager ruhn,

Den Tod erkühren wir mit Muth;

Das ist des Tapfern Thun!

Auf, Brüder, seht es öffnen sich

Walhallas Thoren schon!

Walkyren locken wonniglich

Uns hin vor ihren Thron!

Wie schön, wenn Bragas Gruß uns winkt --

Den keine Zeit verweht: --

"Genießt Einher'arfrieden -- trinkt

Mit euern Göttern Meth!"

Dort blutet keine Wunde mehr

Durch eines Gegners Schwert!

Dort wird von keines Feindes Speer

Das schöne Sein versehrt!

Du, Thrudur, gib' des Fenris' Kraft

Der Faust, daß sie mit Gluth

Den wohl geführten Todesschaft

Ertränck' in Feindesblut!

So wird, die bis zum Grabesrand

Dem Feinde kräftig steh'n,

Die grause Reginleif im Band'

Der Knechtschaft nimmer seh'n!