Reiterlied
C. Faisst
Es kam wohl ein Franzos daher. —
Wer da, wer? —
Deutschland, wir wollen an deine Ehr′! —
Nimmermehr!!
Schon wecken die Trompeten durchs Land.
Jeder hat ein Schwert zur Hand.
Man kennt es gut, dies gute Schwert,
von Spichern, Weißenburg und Wörth,
das deutsche Schwert.
Es kam ein schwarzer Russ′ daher. —
Wer da, wer? —
Deutschland, wir wollen an deine Ehr′! —
Nimmermehr!!
Ein Kaiser spricht es hoch vom Sitz.
Viel Feind′, viel Ehr′, wie der alte Fritz.
Sein Nimmermehr ist mehr als Schall,
′s ist Donnerrollen und Blitzesknall,
′s ist Wetterstrahl.
Da kam ein Englishman daher.—
Wer da, wer? —
Deutschland, wir wollen an deine Ehr′! —
Nimmermehr!!
Nimmermehr ist unser Wort,
es braust durch alle Gaue fort,
ein Cherub trägt es vor uns her:
Nimmermehr! Nimmermehr!
Nimmermehr!
Es kamen drei Räuber auf einmal daher. —
Wer da, wer?
Deutschland, wir wollen an deine Ehr′! —
Nimmermehr!!
Und wär′t ihr nicht drei, sondern wäret ihr neun,
meine Ehr′ und mein Land blieben ewig mein:
Nimmer nimmt sie uns irgendwer,
dafür sorgt Gott, Kaiser und deutsches Heer. —