Selten bei der Sonne Schein

C. Gramm

Selten bei der Sonne Schein

Schlägt die Nachtigall;

Aber bricht die Nacht herein,

Tönt ihr süßer Schall.

Tönet über Berg und Thal

Fernhin durch die Luft,

Koset mit des Mondes Strahl

Mit der Rose Duft.

Darum, weil du ferne mir,

Meine Sonne du,

Drängt auch mich die Sangbegier

Sonder Rast und Ruh.

Und es ströt die Lieder Klang

Aus der vollen Brust,

Koset mit der Sehnsucht Drang,

Mit der Hoffnung Lust.