Wünsche
C. Kreutzer
Wärst du die Blume, ich der Morgenwind,
ich wollt' dich fächelnd kühlen, liebes Kind.
Wärst du ein Tröpfchen Tau, ich selbst ein Blatt,
ich schaukelt' dich an einer Wiege statt.
Wärst du die Hand, und ich ein gold'ner Ring,
gewiss nur dir zum Schmuck ich dich umfing'.
Wärst du die Lippe, ich ein leiser Hauch,
dich stets zu küssen wäre dann mein Brauch.
Wärst du ein Laut, möcht' ich das Echo sein;
ich rief' dich stets neu in das Leben ein.
Wärst du nun alles, ich nicht minder dies,
eins mit dem Andern wären wir gewiss!