Der Rhein
C. Kreutzer
Du keckes Frankreich, drohe nur
Mit lautem Kriegsgeschrei
Es lüstet deinen Übermut
Nach unser holden Gaun,
Des deutschen Rheines grüne Flut
Willst du als Grenze schaun;
Doch prahle nur mit eitler Müh
Von unsrer Franken Sympathie:
Am Rhein, am Rhein, am Rhein
Ist deutsche Treu nicht Schein.
Vergesse nie der schlimmen Zeit,
Wo unser Racheschwert
Vertrieben dich in blut'gem Streit
Vom freien deutschen Heerd;
Wir stehen fest, dem Fürsten treu,
Und nahst verwegen du aufs neu:
Am Rhein, am Rhein, am Rhein
Wird dein Verderben sein.
So schützen wir den deutschen Rhein
Vor Frankreichs schnödem Drang:
Er stärket uns mit edlem Wein,
Begeistert zu Gesang,
Und gibt das Schwert uns in die Hand
Mit Gott für König Vaterland,
Am Rhein, am Rhein, am Rhein
Den Sieg uns zu verleihn.
Drum, keckes Frankreich, drohe nur
Dem freien deutschen Rhein,
Vermesse dich in frevlem Schwur:
Er müsse Grenze sein,
Und rüste deine Heeresmacht,
Und rück heran zur blut'gen Schlacht --
Am Rhein, am Rhein, am Rhein
Harrt Deutschland ruhig dein!