Wolken

C. Ogermann

Wolken häufen sich auf Wolken, und es dunkelt.

Ach, Liebster, warum läßt Du mich so ganz allein

Da draußen vor der Türe warten?

Ich schaffe mit der Menge im Trubel der Mittagszeit,

Doch in dieses dunklen Tages Einsamkeit

Bist Du es nur, worauf ich hoffe.

Wenn Du mir nicht Dein Antlitz zeigst,

Wenn Du mich völlig unbeachtet läßt,

Dann weiß ich nicht,

wie ich die langen Regenstunden überstehe.

Gebannt starr' ich auf ferne schwarze Wolken,

Und klagend schweift mein Herz

Im ruhelosen Wind dahin.