Heimathlied
C. Rabe
Dich hab ich wieder, mein Heimatthal,
Und lege den Stab hin so gerne!
O Deiner gedacht ich tausend Mal
In weit durchwanderter Ferne!
Ich hatte mein Hoffen auf Sand gebaut,
Drum musst es im Winde zerstieben;
Du einzig, Du einzig, so lieb und traut,
Bist immer das gleiche geblieben!
Noch singet Dein Strom; wie er sonst mir sang
Der Kindheit fröhliche Reigen;
Noch immer umarmt mich Dein Felsenhang
Mit feierlich-grüssendem Schweigen!
Die Welt, der ich diente, ertheilt nur Schmerz
Und bluthende Wunde zum Lohne.
O Heimat, o Heimat, thu auf Dein Herz
Dem wieder gefundenen Sohne!