Ohne Schmuck und Perlenglanz

C. Schneider

Ohne Schmuck und Perlenglanz

Laß mich auf die Stufen legen,

Stumm erflehend deinen Segen,

Meiner Jugend welken Kranz.

Kämpfe, Fahrten, Wunden viel,

Ungenossene herbe Siege

Ruhmlos durchgekämpfter Kriege

Finden müde nun ihr Ziel.

Lüste bunt und freudefarb

Senken müdgewordene Hände,

Ihr Gelächter ist zu Ende,

Ihre rote Flamme starb.

Sterbend, blaß und fieberwund

Wollen sie, der Welt vergessen,

Müd auf harte Stufen pressen

Den verblühten Liebesmund.