O sprich, dass ich dir's ewig lohne

C. Somborn

O sprich, daß ich dir's ewig lohne,

So sahst du den viellieben Mann?

Ist's wahr, das er in Freuden wohne --

Und keinen Wunsch sahst du ihm an?

Ich will ja, daß ihm wohl ergehe, -- --

Und dennoch, -- barg er gar kein Wehe?

Fliegt noch sein Blick so kühn nach oben,

Als ob er Falken steigen ließ'?

Trägt er die Schärpe noch, gewoben

Aus Seide blau: -- o sag' mir dies?

Und trifft sein Wort in Ernst und Scherzen

Noch stets so tief in Frauenherzen?

O sage mir, mein treuer Bote,

Und fürstlich lohnen will ich dir,

O sage, daß im Aug' ihm lohte

Der Sehnsucht Sucheblick nach mir:

Ich will ja, daß ihm wohl ergehe: -- --

Und dennoch -- barg er gar kein Wehe?