Der Wanderer in der Sägmühle
Clara Schumann
Dort unten in der Mühle
Saß ich in süßer
Ruh'
Und sah dem Räderspiele
Und sah den Wassern
zu.
Sah zu der blanken Säge,
Es war mir wie ein Traum,
Die bahnte lange Wege
In einen
Tannenbaum.
Die Tanne war wie lebend,
In Trauermelodie
Durch alle Fasern bebend
Sang
diese Worte sie:
Du kehrst
zur rechten Stunde,
O Wanderer, hier ein,
Du bist's, für den die Wunde
Mir dringt ins Herz hinein!
Du bist's, für den wird werden,
Wenn kurz gewandert du,
Dies Holz im Schoß der Erden
Ein Schrein zur langen
Ruh'.
Vier Bretter sah ich fallen,
Mir ward's
ums Herze
schwer,
Ein Wörtlein wollt' ich lallen,
Da ging das Rad nicht mehr.