Nachtlied
Clara Schumann
Der Mond kommt still gegangen
Mit seinem goldnen Schein
Da schläft in
holdem Prangen
Die müde
Erde ein.
Im Traum die Wipfel weben,
Die Quellen rauschen sacht;
Singende Engel durchschweben
Die blaue
Sternennacht
Und auf den Lüften schwanken
Aus manchem treuen Sinn
Viel tausend Liebesgedanken
Über die
Schläfer hin.
Und
drunten im Thale, da funkeln
Die Fenster von Liebchens Haus;
Ich aber blicke
im Dunkeln
Still in die Welt
hinaus.