Tiefer Winter

D. Glaus

In die Fensterscheiben sind jene

Unendlich zärtlichen, zarten

Blumen gegraben, als grosse Träne

Hängt der gelbe Mond aus dem Nebelgarten.

Das ist ein Garten, die Welt, worin

Jetzt alle Wollust gestorben

Und Laut und Himmel verdorben.

Die Fensterblumen sind der erstarrte Sinn.

Auf die vielen weissen Dächer,

auf die Felder, die ebenso weiss sind,

weint der Mond, auch in Gemächer,

wo Menschen toll oder weis' sind.