Klag mich nicht dessen an

E. Anders

Klag mich nicht dessen an, daß ich dem deinen

mein Antlitz traurig still entgegentrage.

Wir sehen so verschieden in die Tage,

daß Haar und Stirne nicht bei beiden scheinen.

Du kannst um mich so ruhig sein wie um

die Biene, die in ein Kristall geriet,

seit deine Liebe meinen Schmerz ringsum

umschlossen hat mit Herrlichkeit. Mich zieht

nach draußen nichts, und wenn mich etwas riefe,

so wär es Wahnsinn. Doch, in dich verloren,

seh ich die Liebe und der Liebe Ende.

Und das Vergessen rauscht in meine Ohren.

So sieht, wer hoch sitzt, aller Ströme Wende

und Ausgang in des Meeres bittre Tiefe.