Rechtfertigung

E. Drangosch

Wohl geht der Jugend Sehnen

Nach manchem schönen Traum;

Mit Ungestüm und Thränen

Stürmt sie den Sternenraum.

Der Himmel hört ihr Flehen

Und lächelt gnädig: nein!

Und läßt vorübergehen

Den Wunsch Zusammt der Pein.

Wenn aber nun vom Scheine

Das Herz sich abgekehrt,

Und nur das Echte, Reine,

Das Menschliche begehrt,

Und doch mit allem Streben

Kein Ziel erreichen kann:

Da muß man wohl vergeben

Die Trauer auch dem Mann.