Lieblich gesellet

E. Lassen

Lieblich hat sich gesellet

mein Herz in kurzer Frist

zu ein'r, die mir gefället,

Gott weiß wohl, wer sie ist.

Sie liebet mich ganz inniglich

die Allerliebste mein,

Gott weiß wohl, wen ich mein.

Wohl für des Maien Blüte

hab ich sie auserkor'n;

sie erfreuet mein Gmüte,

meinen Dienst hab ich ihr geschwor'n,

den will ich halten stetiglich

mit Willen ganz untertan,

dieweil ich das Leben han.

Ich gleich sie einem Engel

die Herzallerliebste mein,

ihr Härlein krausgelb als ein Sprengel,

ihr Mündlein rot als ein Rubein.

Zwei blanke Ärmlein die sind schmal,

darzu ein roter Mund,

der lachet zu aller Stund.

Mit Venuspfeil durchschossen

das junge Herze mein,

schöns Lieb, hab kein verdrießen,

setz deinen Willen drein.

G'segn dich Gott mein schönes Lieb!

Ich soll und muß von dir,

du gesichst mich wieder schier.