Vom Schatten eines Hauchs geboren

E. Leitner

Vom Schatten eines Hauchs geboren

Wir wandeln in Verlassenheit

Und sind im Ewigen verloren,

Gleich Opfern unwissend, wozu sie geweiht.

Gleich Bettlern ist uns nichts zu eigen,

Uns Toren am verschloßnen Tor.

Wie Blinde lauschen wir ins Schweigen,

In dem sich unser Flüstern verlor.

Wir sind die Wandrer ohne Ziele,

Die Wolken, die der Wind verweht,

Die Blumen, zitternd in Todeskühle,

Die warten, bis man sie niedermäht.