Ihm eine Hymne

E. Mayr

Ich lausche seiner Lehre,

Als ob ich vom Jenseits höre

Sprechen die Abendröte.

Es kommen Dichter mit Gaben

Zu ihm aus ihren Sternen

Vom »Alleinigen Gott« zu lernen.

Aus ihren Marmorbrüchen,

Schenkten ihm die Griechen

Das Lächeln des Apolls.

Die Körper, die ihrer Seele

Die Pforte geöffnet haben,

Werden Engel aus Rosenholz.

Ich erinnere mich meiner näher

In seinem heiligen Schwang.

Hört mich der holde Seher –

..... Schluchzen in seinem Gesang

Im Ewigen Jerusalemeden,

Tröstet sein Wort Jedweden

Fern überhebendem Stolz.

Im Tempelschall seiner Gebete,

Zwischen leuchtendem Kerzengeräte,

Schlürft meine Seele seinen Gesang.

..... Doch oben im Dämmermoose

Welkt ergeben die Himmelsrose

– Da er ihr Herz verschmähte.