Willst du mein sein
E. Meyer-Helmund
Willst du mein sein, so sollen die Schätze der See,
Und der Erde zu Füßen dir liegen,
Und alles, wonach in verlangendem Weh
Die schmachtenden Blicke fliegen,
Soll dein sein, -- wenn du willst mein sein, Kind!
Wo wir weilen, da sollen die Bäume blühn,
Und die Bäche und Ströme singen,
Da sollen die Sterne lieblich glühn,
Und die Blumen duften und klingen
Rings um dich -- wenn du willst mein sein, Kind!
Und Gedanken, entsprossen dem göttlichen Quell,
Gleich den Sternen, dem Himmel entronnen,
Sie füllen den Sinn dir so rein und hell,
Und gießen unsterbliche Wonnen
In das Herz dir, -- wenn du willst mein sein, Kind!
Der Geist der Liebe kann alles dies;
Seine Heimat ist ja der Himmel,
Und er kann auf die irdische Finsterniß
Herunterzaubern den Himmel,
Und er will es, -- wenn du willst mein sein, Kind!