Jung-Werner

E. Naumann

Ich kniee vor Euch als getreuer Vasall,

Pfalzgräfin, schönste der Frauen!

Befehlet, so streit' ich mit Kaiser und Reich,

Befehlet, so will ich für Euch, für Euch

Die Welt in Fetzen zerhauen.

Ich hol' Euch vom Himmel die Sonn' und den Mond,

Pfalzgräfin, schönste der Frauen!

Ich hol' Euch die Sterne sonder Zahl,

Wie Fröschlein sollt Ihr die funkelnden all

Gespießt am Degen erschauen.

Befehlet, so werd' ich für Euch zum Narr,

Pfalzgräfin, schönste der Frauen!

Ja, Narre bin ich schon sonder Befehl,

Das Sonn'licht blendet mich allzu hell

Von Euren zwo Augen, den blauen.