In der Fremde
E. Siegwart
Dein Frauenantlitz bleicht das Wandern,
Und wetterbraun ward mein Gesicht,
Die alte Heimath ist zergangen,
Und neue Heimath wird uns nicht!
Es steht ein Kirchlein wohl am Berge,
Und grüne linden steh'n am Ried,
Doch unser Kind -- -- nur graue Wogen
Sind Wiege ihm und Wiegenlied.
viel sind der Thränen, du Getreue,
Die ich vom Aug' dir küssen muß,
Und jede Thräne -- -- stumme Reue!
Und stummes Heimweh jeder Kuß!