Dein Auge
E. von Seldeneck
Ich beachte nicht die Sterne,
Die am Zelt des Himmels steh'n,
Mögen sie auch lieblich blinken,
Ist doch keiner mir so schön,
Wie dein Auge, holde Maid,
Denn dein Aug' strahlt Seligkeit.
Wonne strömet durch die Adern,
Freude jubelt in der Brust;
Jedes Leid und jede Klage
Wird verdrängt durch süße Lust;
Ja, es ist dort Seligkeit,
Wo dein Aug' strahlt, holde Maid.
Nimmer sollten Phöbus Strahlen
In mein sehnend Auge glühn,
Und im bunten Schmelz die Blumen
Meinem Blick entgegenblühn,
Lächelt mir von dieser Zeit
Nur dein Auge, holde Maid.