Eine goldene Sichel

E. Zeisl

Eine goldene Sichel

in bräunlichen Garben,

liegt der Mond

im bronzenen Gewölk.

Mag da weit

die Schnitterin sein?

Ich meine,

die Schwaden bewegen sich -

oh, ich errate alles!

Ins Ährenversteck

zog wohl ein Gott

die emsige Göttermaid, -

irgend ein himmlischer

Schwerenöter der Liebe,

Jupiter-Don Juan

oder Wodan-Faust..

In frohem Schreck

ließ sie die Sichel fallen...

Oh, Ihr königlich freien,

heiter genießenden,

seligen Götter!