Der Mond
E. Zillmann
Wie ist doch über Wald und Feld
So himmelhoch der Mond gestellt!
Und wie ein Wächter ohne Ruh'
Sieht er der stillen Erde zu.
Zu allen Menschen, groß und klein,
Sein lichtes Auge sieht herein,
Sieht, wo ein leises Lämpchen scheint,
Am Kindesbett die Mutter weint.
Sieht, wo im Wald die Blume steht,
Und wo noch spät ein Wand'rer geht.
Du nimmst sie All' in Deine Hut,
Du, guter Gott, bist gut!