Vogelscheuche
F. Abt
Die schlimmsten Vögel, die es gibt,
Die Sorgen ist's, die Sorgen,
Durch sie wird jede Lust gebtübt
Am Abend wie am Morgen,
Schwebt's immer rings um uns herum,
So hole sie der Henker drum!
Wie das am Ohre zirpt und kreischt,
Wie hunderttausend Spatzen,
Wie das das warme Herz zerfleischt,
Man mag davon nicht schwatzen.
Vom Zwitschern schon halb taub, halb dumm,
So hole euch der Geier drum!
Macht nur kein sorgenvoll Gesicht,
Noch gibt es Vogelscheuchen,
Wir wollen uns umstellen dicht,
Damit sie all' entweichen.
So oft sie nahen wiederum,
So hole sie der Geier drum!
Mit Gläsern blank und Gläsern blink,
Mit rührigem Geklimper
Fortläuten wir von Halse flink
Der Sorgen trüb Gezimper.
Auf stoßet an und trinkt herum,
So hole sie der Henker drum!
Ja, Gläserklang und Hochgesang,
Ein Lied aus vollen Kehlen
Verscheucht die Brut auf auf Tage lang,
Und soll uns immer stählen!
Nur nie verzagen trüb und stumm,
Wir bleiben stets die Alten drum!