Das Sandmännchen

F. Abt

Die Blümelein sie schlafen

Schon längst im Mondenschein,

Sie nicken mit den Köpfen

Auf ihren Stengelein.

Es rüttelt sich der Blüthenbaum,

Es säuselt wie im Traum:

Schlafe, schlafe,

Schlaf du, mein Kindelein!

Die Vögelein sie sangen

So süß im Sonnenschein,

Sie sind zur Ruh gegangen

In ihre Nestchen klein.

Das Heimchen in dem Ährengrund,

Es thut allein sich kund:

Schlafe, schlafe,

Schlaf du, mein Kindelein!

Sandmännchen kommt geschlichen

Und guckt durch's Fensterlein,

Ob irgend noch ein Liebchen

Nicht mag zu Bette sein.

Und wo es nur ein Kindchen fand,

Streut er ihm in die Augen Sand.

Schlafe, schlafe,

Schlaf du, mein Kindelein!

Sanndmännchen aus dem Zimmer,

Es schläft mein Herzchen fein,

Es is gar fest verschlossen

Schon sein Guckäugelein;

Es leuchtet morgen mir willkomm

Das Äugelein so fromm!

Schlafe, schlafe,

Schlaf du, mein Kindelein!