Wandermarsch
F. Abt
Ich fand daheim nicht Rast und Ruh',
Wie ich sie auch beschwor,
Es rollt' und toste immerzu
Die Trommel um mein Ohr;
Halb hat sie spottend mich verhöhnt,
Halb hat sie zornig mir gedröhn:
Chorus
Tirum, tirum, tirum!
Der Trommel Ton ermahnt und lockt,
Dringt recht durch Mark und Bein:
"O Schmach, wer träg zu Hause hockt!
Marsch, in die Welt hinein!
La&szig Alte hüten Hof und Haus,
Der Bursch mu&szig in die Welt hinaus!"
(
Chorus
Nun weckt die Trommel aus dem Traum
Mich, eh' der Osten hell,
Und ruh' ich Mittags an dem Baum,
So ruft mich der Appell:
"Auf, auf! das Ränzel aufgepackt,
Und vorwärts nach des Marsches Takt!"
(
Chorus
Und glänzt mir unterm Baldachin
Der Linde goldner Wein --
Die Kellnerin kredenzt mir ihn
Mit blauen Äugelein --
Hier blieb' ich gern den Nachmittag,
Da ruft mich fort der Trommel Schlag:
(
Chorus
Hier auf dem Berge, hoch und hehr,
Wo ringsum reiche Au'n
Sich breiten wie ein grünes Meer,
Auf solcher Insel Traum,
Da haust' ich gern wie Robinson!
"Nein!" ruft der Trommel Feldherrnton:
(
Chorus
Doch bin ich einst gekehrt zurück
Zum süßen Heimatort,
Dort will ich ruhn im stillen Glück,
Als wie ein Schiff in Port;
Bis einst der Todesengel spricht:
"Auf Erden ist dein Bleiben nicht."
(
Chorus