Gib mir den Anblick deines Seins

F. Büchtger

Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt..

Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen..

So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,

bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen -

und so wie wenn dies Haus dem Himmelsglanz

noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen -

daß es zuletzt, von goldner Fülle ganz

durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände,

gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz:

So möchte auch die Starrheit meiner Wände

sich lösen, daß dein volles Sein in mein,

mein volles Sein in dein Sein Einlaß fände -

und so sich rein vereinte Sein mit Sein.