Ich sah die Träne
Busoni, Ferruccio
Ich sah die Thräne gross und schwer
In deines Auges Blau,
Da schien es mir, als ob es wär'
Ein Veilchen, feucht von Thau.
Du lächeltest: da wurde fahl
Des Saphirs tiefster Schein,
Nie glich er dem lebend'gen Strahl
Im tiefen Auge dein.
Die Wolke nimmt vom Sonnenglanz
Die tiefe Färbung an,
Bis kaum der Abendschatten ganz
Sie noch verwischen kann.
So macht dein reiner Lächelblick
Selbst klar ein trüb' Gemüth.
Sein Sonnschein lässt ein Licht zurück,
D'rin rein das Herz erglüht.