Auch heute noch lebt des Herren Wort auf der Erde
F. Fröhlich
Auch heute noch lebt des Herren Wort auf der Erde
In jeglicher Menschenbrust tönt sein mächtiges: Werde!
Fels, Blum' und Baum erhebet sein Angesicht
In das ewige Sonnenlicht.
Und du, mein Herz, du möchtest träumend vergehen?
Kann je dein suchendes Auge Sonne nicht sehen,
nicht sehen den lichten Frühlingswonneschein
Von des Liebchens Äugelein?
So mag umdunkeln dich Wehmuth immer und Sehnen,
Lass rinnen, Herz, der Augen heimliche Thränen!
Auch Thau und Regen im einsamen Rosenthal
Findet und küsset der Sonnenstrahl.