Der Fuchs und die Hühner

F. Gumbert

Der Fuchs, der ist ein Bösewicht,

Er wagt sich nicht ans Tageslicht,

Und wenn sie schlafen in der Nacht,

Dann schleicht er zu den Hühnern sacht

Und spricht: "Ach, hab' Erbarmen,

Und nehmet auf mich Armen!

Es ist schon spät, der Nacht ist kalt,

Ich kleines Tier erfriere bald!"

Der Fuchs, der ist ein Bösewicht,

Hat leisen Gang und schlau Gesicht;

Er ruft: "Ihr Hühner, laßt mich ein:

Ich bring euch auch manch Krümlein fein

Und Körner aller Arten --

Laßt mich nicht lange warten,

Ich bin kein Mörder, bin kein Dieb

Und hab euch alle herzlich lieb!"

Der Fuchs, der ist ein Bösewicht,

Er meint ganz anders, als er spricht.

Und nehmen sie sich nicht in Acht,

Und haben sie erst aufgemacht,

Dann faßt er sie am Kragen;

Die armen Hühner klagen;

Doch hilft kein Schrein, kein bittend Wort --

Er holt die kleinen Hühner fort!