Das Leiermädchen
F. Lachner
Da stehn sie rings und sehn mich an
Und horchen meinem Sang,
Doch Niemand nimmt recht Theil daran
Weiß, wie mein Herz so bang.
Weiß, was da in die Saiten strömt,
Was jeder Laut mir gilt,
Und was, eh's noch zur Hälfte kömmt,
Mein Aug mit Thränen füllt.
Sie wundern meines Ausdrucks sich
Und nennen ihn wohl Trug,
Und meinen, sie bezahlen mich
Mit ihrem Sold genug.
O Noth, du lastest schwer auf mir,
Kaum überwindbar schwer!
Doch trüg' ichs gerne für und für
Wenn Er mir nahe wär! -