Nicht eine gleicht von allen Schönen

F. Lachner

Nicht eine gleicht von allen Schönen,

o Allerschönste, dir;

wie Echos über Wassern tönen,

tönt deine Stimme mir.

Es ruh'n des Ozeanes Wellen,

von deinem Ton berückt,

die Woge säumet anzuschwellen,

der Sturm selbst schweigt entzückt.

Und kommt der Mond heraufgegangen

im nächt'gen Himmelsraum,

so spielt ein Strahl um seine Wangen

gleichwie ein sel'ger Traum.

Der gleiche Zauber trifft die Seelen,

die dir sich lauschend nah'n

und leise nur bewegt sich wählen

zum Eden ihre Bahn.