Nur einer

Lehár, Franz

Es reißt der Wind vom Baum ein Blatt,

von vielen tausend eines.

Wer merkt, was er genommen hat?

Nur eines ist doch keines.

Ein kleiner, kleiner Zweig allein,

an dem das Blatt gehangen,

wird's fühlen, todestraurig sein

und um Verlornes bangen.

Es reißt der Tod aus einem Heer

von vielen tausend einen.

Wer merkt und mißt den einen?

Wer? Nur einen heißt doch keinen.

Ein enger, enger Kreis allein

Wird um den einen kleiner

Und wird zu Tode traurig sein,

denn alles war ihm einer.