Das Finden

F. Mozart

Wenn ich dich nicht finde,

trauert die Natur;

klagend säuseln Winde

durch die öde Flur;

Und der Sterne Schimmer

bricht im Wolkenflor,

ach! ein Klaggewimmer

stöhnt im feuchten Moor.

Hab' ich Dich gefunden,

fühl' ich Götter Lust;

achte nicht der Wunden,

in beklemmter Brust.

Deine Blicke schweben

freundlich dann auf mir,

und ein Wonnebeben

zieht mich hin zu Dir.

Wenn mich deiner Blicke

Eifersucht beraubt,

neidisch voller Tücke

mich zu kränken glaubt;

O dann lindre Leiden,

stützte meinen Muth.

Holde! spende Freuden,

süßer Minnegluth!