Das Glück

Schreker, Franz

Ich sah mein Glück vorübergeh'n,

ich konnt' es am Stirnhaar fassen

und blieb wie ein törichter Träumer steh'n

und hab' es vorbeigelassen.

Ich sah mein Glück auf der Wiese ruh'n,

ich konnt's auf die Lippen küssen

und starrt es nur an, vom Hut zu den Schuh'n,

und habe mich losgerissen.

Ich harrte ob es mit holdem Blick

nicht selbst sich meiner erbarme

ich dachte: ist es ein rechtes Glück,

so läuft dir's frei in die Arme.

Und sieh' wie am Abend ich sass zu Haus,

und an nichts fröhliches dachte

da pocht's, da stand's an der Schwelle drauss'

und flog mir an's Herz und lachte.