Am See
F. Volkmann
Langsam zieht der stille Schwan
feuchte Gleise in die Wogen;
an das Ufer hat den Kahn
müd der Schiffer hingezogen.
Weide flüstert, und das Rohr
neiget sich bald auf, bald nieder,
singen wohl den Wellen vor
leise, linde Schlummerlieder.
Fern die Nachtigall im Hain
schlägt in Wonne ganz versunken
wie berauscht vom Mondenschein
und von Rosendüften trunken.