Achilleus' Grab

F. Weingartner

Es steht ein einsamer Hügel

Nicht weit vom grossen Meer;

Die Luft weht trauernd darüber

Aus Trojas Mauern her.

Die Sonne, eh' sie versinket,

Hält ein in ihrem Lauf

Und legt aus glühenden Strahlen

Den gold'nen Kranz darauf.

Die Sterne lösen die Sonne

Im ernsten Dienste ab

Und halten treulich die Wache

An dem geliebten Grab'.

Der Mond, voll Sehnsucht und Liebe,

Deckt es mit Silberpracht

Und harrt, ob der grosse Tote

Da unten nicht erwacht.

So zieh'n sie viel tausend Jahre

Einförmig ihre Bahn;

Doch bei dem Hügel am Meere

Halten sie immer an.