Abendlied der Fürstin
Schubert, Franz
Der Abend röthet nun das Thal,
Mild schimmert Hesperus.
Die Buchen stehen still zumahl,
Und leiser rauscht der Fluß.
Die Wolken segeln goldbesäumt
Am klaren Firmament;
Das Herz, es schwelgt, das Herz, es träumt,
Von Erdenqual getrennt.
[Auf grünem] Hügel hingestreckt,
Schläft [sanft] der Jäger ein -
Doch plötzlich ihn der Donner weckt,
Und Blitze zischen drein.
Wo bist du, heilig Abendroth,
Wo, sanfter Hesperus?
[Es wandelt sich] in Schmerz und Noth
[Ein] jeglicher Genuß.