Am Meer

Franz Peter Schubert

Das Meer erglänzte weit hinaus,

Im letzten Abendscheine;

Wir saßen am

einsamen Fischerhaus,

Wir saßen stumm und alleine.

Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,

Die Möve flog hin und wieder;

Aus deinen Augen, liebevoll,

Fielen die Thränen nieder.

Ich sah sie fallen auf deine Hand,

Und bin auf's Knie gesunken

Ich hab' von deiner weißen Hand

Die Thränen fortgetrunken.

Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,

Die Seele stirbt vor Sehnen; -

Mich hat das unglückseel'ge Weib

Vergiftet mit ihren Thränen.