An den Mond

Franz Peter Schubert

Was schauest du so hell und klar

Durch diese Apfelbäume,

Wo einst dein Freund

so selig war,

Und träumte süße Träume?

Verhülle deinen Silberglanz,

Und schimmre, wie du schimmerst,

Wenn du den frühen Todtenkranz

Der jungen Braut beflimmerst!

Du blickst umsonst so hell und klar

In diese Laube nieder;

Nie findest du das frohe Paar

In ihrem

Schatten wieder!

Ein schwarzes, feindliches Geschick

Entriß mir meine Schöne!

Kein Seufzer zaubert

sie zurück,

Und keine Sehnsuchtsthräne!

O

wandelt sie hinfort einmal

An meiner Ruhestelle,

Dann mache flugs mit trübem

Stral

Des Grabes Blumen helle!

Sie setze weinend sich aufs Grab,

Wo Rosen niederhangen,

Und pflücke sich ein Blümchen ab,

Und drück' es an die

Wangen.