Augenlied
Schubert, Franz
Süße Augen, klare Bronnen!
Meine Qual und Seligkeit
Ist fürwahr aus euch [geronnen],
Und mein Dichten euch geweiht.
Wo ich weile,
[Wie] ich eile,
Liebend strahlet ihr mich an;
Ihr erleuchtet
Ihr befeuchtet
Mir mit Thränen meine Bahn.
Treue Sterne schwindet nimmer,
Leitet mich zum Acheron!
Und mit eurem letzten Schimmer
Sey mein Leben auch entflohn.