Aus Diego Manzanares. Almerine

Schubert, Franz

Wo irr'st Du durch einsame Schatten der Nacht?

Wo bist Du mein Leben, mein Glück?

Schon sind die Gestirne der Nacht

Aus thauenden Wolken erwacht,

Und ach, der Geliebte kehrt noch nicht zurück!

Sey, schönster der Sterne, dem Liebenden hold,

Geleit' ihn mit freundlichem Strahl!

Hier seufz' ich und harre noch sein,

Ich seufze verlassen, allein,

Und noch rausche kein Wandeln durch's schweigende Thal!

Was flüsterst Du quälende Ahnung mir denn;

Ach, daß ich sein Herz wohl verlor?

Er könnte vergessen den Bund,

Den oft mir so zärtlich sein Mund

In seligen Stunden der Liebe beschwor?