Beim Winde

Schubert, Franz

Es träumen die Wolken,

Die Sterne, der Mond,

Die Bäume, die Vögel,

Die Blumen, der Strom.

Sie wiegen,

Und schmiegen

Sich tiefer zurück,

Zum thauigen Bette,

Zur ruhigen Stätte,

Zum heimlichen Glück.

Doch Blättergesäusel

Und Wellengekräusel

Verkünden Erwachen.

Denn ewig geschwinde,

Unruhige Winde,

Sie [stören und] fachen.

Erst schmeichelnde Regung,

Dann wilde Bewegung;

Und dehnende Räume

Verschlingen die Träume.

Im Busen, im reinen,

Bewahre die deinen;

Es ströme dein Blut:

Vor rasenden Stürmen

Besonnen zu schirmen

Die heilige Gluth.