Der Strom
Schubert, Franz
Mein Leben wälzt sich murrend fort;
Es steigt und fällt in krausen Wogen,
Hier bäumt es sich, jagt nieder dort,
In wilden Zügen, hohen Bogen.
Das stille Thal, das grüne Feld
Durchrauscht es nun mit leisem Beben,
Sich Ruh ersehnend, ruhige Welt,
Ergötzt es sich am ruhigen Leben.
Doch nimmer findend, was es sucht,
Und immer sehnend, tost es weiter,
Unmuthig rollt's auf steter Flucht,
Wird nimmer froh, wird nimmer heiter.