Der Tanz

Schubert, Franz

Es redet und träumet die Jugend so viel,

Von Tänzen, Galloppen, Gelagen,

Auf einmahl erreicht sie ein trügliches Ziel,

Da hört man sie seufzen und klagen.

Bald schmerzet der Hals, und bald schmerzet die Brust,

Verschwunden ist alle die himmlische Lust,

"Nur dießmahl noch kehr' mir Gesundheit zurück!"

So flehet vom Himmel der hoffende Blick!

Jüngst wähnt' auch ein Fräulein mit trübem Gefühl,

Schon hätte ihr Stündlein geschlagen.

Doch stand noch das Rädchen der Parze nicht still,

Nun schöner die Freuden ihr tagen

Drum Freunde, erhebet den frohen Gesang,

Es lebe die teure Irene noch lang!

Sie denke zwar oft an das falsche Geschick,

Doch trübe sich nimmer ihr heiterer Blick.