Der Wallensteiner Lanzknecht beim Trunk

Schubert, Franz

He! schenket mir im Helme ein,

Der ist des Knappen Becher,

Er ist nicht seicht und, traun, nicht klein,

Das freut den wackern Zecher.

Er schützte mich zu tausend Mahl

Vor Kolben, Schwert und Spießen,

Er dient mir jetzt als Trinkpokal

Und in der Nacht als Kissen.

Vor Lützen traf ihn jüngst ein Speer,

Bin fast in's Gras gesunken,

Ja! wär' er durch, - hätt nimmermehr

Ein Tröpfelchen getrunken.

[Doch 's kam] nicht so. Ich danke dir,

Du brave Bickelhaube!

Der Schwede büßte bald dafür,

Und röchelte im Staube.

Nu, tröst' ihn Gott! Schenkt ein, schenkt ein!

Mein Krug hat tiefe Wunden,

Doch hält er noch den deutschen Wein,

Und soll mir oft noch munden.