Der Wanderer

Franz Peter Schubert

Wie deutlich des Mondes Licht

Zu mir spricht,

Mich beseelend zu der Reise:

"Folge treu dem alten Gleise,

Wähle keine Heimath nicht.

Ew'ge Plage

Bringen sonst die schweren Tage.

Fort zu andern

Sollst du wechseln, sollst du wandern,

Leicht entfliehend jeder Klage."

Sanfte Ebb' und hohe Fluth,

Tief im Muth,

Wandr' ich so im Dunkel

weiter,

Steige muthig, singe heiter,

Und die Welt erscheint mir gut.

Alles reine

Seh' ich mild im Wiederscheine,

Nichts verworren

In des Tages Gluth verdorren:

Froh umgeben, doch alleine.