Des Tages Weihe

Schubert, Franz

Schicksalslenker, blicke nieder,

Auf ein dankerfülltes Herz,

Uns belebt die Freude wieder,

Fern entfloh'n ist jeder Schmerz.

Und das Leid, es ist vergessen,

Durch die Nebel strahlt der Glanz

Deiner Größe unermessen,

Wie aus hellem Sternenkranz.

Liebevoll nahmst du der Leiden

Herben Kelch von Vaters Mund,

Darum ward in Fern und Weiten

Deine höchste Milde kund.

Schicksalslenker, blicke nieder,

Auf ein dankerfülltes Herz.